Retrospektive
Adrian Suknjov /
Enge Gasse 27 /
17-09-2024 /
18:00
Wohnhaft in Steyr, hat an der Kunstuniversität in Linz Bildende Kunst studiert. Seine Werke umfassen unter anderem Konzeptkunst, Malereien, Grafiken, Animationen und Videos.
Er besinnt sich gerne auf traditionelles Animieren zurück. Digitale Hilfe erleichtert einen reibungslosen Ablauf der Zwischenbilder, doch genau dieser Reibunglosigkeit setzt er sich entgegen. Das Unperfekte ist, was uns menschlich macht. Diese Videos machen jedes Frame sichtbar, anstatt in der Menge zu verblassen.
Er setzt in seinen Arbeiten Wert auf Wiederholungen, in denen derselbe Ablauf unzählige Male durchlebt wird. Diese Wiederholungen offenbaren die feinen Abweichungen, die in der Imperfektion ihre Vollendung finden. So schafft er Kunst, die eine Akzeptanz des Unvollkommenen feiert.
Radostina Baier /
Enge Gasse 27 /
17-09-2024 /
18:00
Radostina Baier, geboren in Haskovo, Bulgarien, entdeckte schon früh ihre künstlerische Ader, die sie von ihrer Mutter und ihrem Großvater geerbt hat. Nach ihrem Umzug nach Linz Ende der 1990er Jahre entwickelte sie sich sowohl als selbstständige Visagistin als auch als Künstlerin weiter.
Zeichnen ist für sie der perfekte Ausgleich und „erdet“ sie. In den letzten zwei Jahren hat sie die Hyperrealistik entdeckt, die ihre bisherigen Techniken völlig umgekrempelt hat.
Im Mai 2024 feierte sie ihre erste Ausstellung in Steyr und präsentierte stolz ihre Werke den Freunden, Bekannten und der Familie.
@rados_tinabaier / office@radostina.at / www.studio-r.at
Gloria Beneder /
Enge Gasse 33 /
20-09-2024 /
18:00
Freischaffende Künstlerin in OÖ / Modeschule Schloss Hetzendorf, Wien / Modedesign / Kostümbild, Kostümmalerei für Opernhäuser u. Theater im In- und Ausland u.a. für Hermann Nitsch, Alan Parsons Project , Philip Glass, Peter Handke, Disney / Leitung Kostümmalerei Musiktheater Linz / 2013- 2018 Galerie Seywald, Salzburg
BLURRED AND EXPOSED
Feminismus und Stärke sind zentrale Themen in diesen Bildern. Gloria Beneder thematisiert die Rückeroberung und Neuinterpretation des weiblichen Körpers unabhängig von gesellschaftlichen Maßstäben. Selbstbestimmte Erkundung von Sexualität und der Einsatz ihres eigenen Körpers in ihrer Kunst hinterfragen traditionelle Normen und Stereotype. Subtile Pornografie und die Unschärfe heben die Komplexität sexueller Identität hervor. “I am my own muse.”
I’M SO BLUE
Gloria Beneders Arbeiten werden seit 1997, durch Tauchreisen im Indischen Ozean, vom Himmel und Meer geprägt, getrieben vom Streben nach einem Gefühl der Losgelöstheit. Der Horizont als Illusion einer Grenze, steht dabei im Fokus – immer vorhanden und sich gleichzeitig ständig mit dem Betrachter verändernd. Das Echo von Stimmungen und aufgelöste Zweidimensionalität bieten dem Betrachter die Möglichkeit der Realität zu entfliehen.
Barbara Weinberger /
Stadtplatz 4 /
18-09-2024 /
18:00
Barbara Weinberger, geboren 1970 in Oberösterreich, lebt und arbeitet in Bad Hall und Linz. Nach ihrem Studium an der Kunstuniversität Linz ist sie seit 2012 als Dozentin für Kunst und Gestaltung tätig. Weinberger beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Praxis mit verschiedenen Medien, wobei ihr Fokus auf Malerei und Grafik liegt.
Ein zentrales Anliegen in Weinbergers Werk ist es, das Besondere in Dingen darzustellen, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken. In scheinbar unauffälligen Szenen findet sie eine ästhetische Qualität und bringt diese in ihren Arbeiten zum Ausdruck. Dieser Ansatz lädt ein, über das Offensichtliche hinauszusehen und besondere Momente in unerwarteten Kontexten zu entdecken.
Inhaltlich setzt sie sich u.a. mit den Themen „Gesehen werden / Nicht gesehen werden“ auseinander, die insbesondere in ihrer Darstellung von Frauen und deren Sichtbarkeit in der Gesellschaft zum Ausdruck kommen. Ihre Werke hinterfragen, wie Frauen wahrgenommen werden und welche Aspekte ihres Seins oft übersehen oder ignoriert werden.
@ba_weinberg / barbara.weinberger@ph-linz.at / www.barbaraweinberger.at
Ness Rubey /
Enge Gasse 8 /
19-09-2024 /
18:00
Ness Rubey, eine konzeptionelle Fotografin aus Linz, ist bekannt für ihre farbenfrohen Arbeiten, die die Schönheit und Widersprüche unserer Gesellschaft beleuchten.
Ihre Werke behandeln Themen wie Feminismus, Fleischkonsum, Einsamkeit und Selbstliebe, oft mit einem humorvollen und eigenwilligen Blick auf das Alltagsleben. Widersprüche, der menschliche Körper, maßgeschneiderte und alltägliche Gegenstände, kombiniert mit perfekter Beleuchtung und minimaler Retusche, prägen ihre Bildsprache.
2019 wurde Ness von weltbekannten Fotografen wie Oliviero Toscani für Sky Arte’s „Master of Photography“ ausgewählt. Seitdem gewann sie mehrere Kunstpreise, darunter den Reclaim Award und den Tokio International Photo Award, und stellte international aus, unter anderem im Lentos Kunstmuseum Linz und dem CICA Museum in Südkorea.
@nessrubey / info@nessrubey.com / www.nessrubey.com
Etienne Yver /
Stadtplatz 30 /
16-09-2024 /
18:00
Indem er sich dem Tier und dem Bild, das er von ihm hat, entgegenstellt, hat sich der westliche Mensch konstituiert, indem er es domestiziert und versucht, es einzuschränken, ja sogar zu eliminieren; aber manchmal auch, um es zu integrieren, zu verkörpern (siehe den Mythos von Pasiphaé, dem Vater des Minotaurus).
Es ist für uns auch schwierig, in der Geschichte des Menschen eine Bezeichnung für den ersten Menschen zu finden, der aus dem tierischen Zustand „auferstanden“ wäre. Nach und nach wird uns bewusst, dass alle Lebewesen auf diesem Planeten und vielleicht auch darüber hinaus Mitbewohner sind.
Zweifellos ist der Mensch bis heute der Einzige, der sich diese Fragen über seine eigene Existenz stellt. Aber wir können uns vorstellen, dass diese neuen „Wesen“, die wir erschaffen, Computer und Roboter, bald zu Empathie und Autonomie fähig sein könnten. Wie sollen wir sie dann nennen? Menschen?
All diese Fragen sind in dieser Arbeit präsent, neben der reinen Reflexion und Freude an Farbe oder Schwarz und Weiß, an Form und Materie und deren Überfluss.
@etienneyver / ey@etienne-yver.com / www.etienne-yver.com
Víctor Sales /
Enge Gasse 16 /
21-09-2024 /
16:00
Der ursprünglich aus Guatemala stammende Künstler Víctor Sales ist seit 2012 in Österreich und hat gemeinsam mit anderen Künstler:innen bereits mehrere Kunstprojekte ins Leben gerufen, wie bspw. das Art House Project oder die Kunstmesse TRANSFORM-ARTE. Die Kunst hat ihn schon immer interessiert, ebenso wie die Fotografie und vor allem auch die Poesie, die in seinen Werken oft eine zentrale Rolle spielt.
Er liebt es, mit Metall zu arbeiten. Momentan beschäftigt er sich mit Porträts und Silhouetten. Wobei für ihn die unterschiedlichen Dimensionen spannend sind, die sich bei seinen Arbeiten ergeben und die oft eine Momentaufnahme sind im Prozess der Erkundung von Traumwelt und Quantenbereich.
@victorsalesvs
Eine Woche lang verwandelte sich die Steyrer Altstadt in eine lebendige Galerie. Leerstehende Geschäfte und historische Räume erwachten zu neuem Leben, während verschiedene Künstler:innen eine einladende Atmosphäre für alle Besucher:innen schufen.
Die verschiedenen künstlerischen Positionen regten zu Austausch und Reflexion an. In den historischen Gassen entstanden spontane Begegnungen zwischen Kunst und Publikum.
Unser Dank gilt allen Künstler:innen, Besucher:innen und Unterstützer:innen, die diese besondere Woche ermöglicht haben.